Die Kaffeekasse

Kaffeekasse

Beinahe jede Arztpraxis besitzt sie, und in den meisten Büros existiert sie mehr oder weniger offiziell: Die Kaffeekasse. Manche Mitarbeiter kümmern sich aufopfernd um sie, während sie andere eher als lästige Angelegenheit empfinden. Die Kaffeekasse kann sogar zu Streitigkeiten führen, wenn ein Mitarbeiter gar keinen Kaffee trinkt, den Morgenkaffee zuhause genießt oder sich auf dem Weg zur Arbeit mit mobilem Coffee-to-go versorgt.

In vielen Büros und Praxen ist es üblich, dass die Kosten für Kaffee, Zucker und Milch – im Idealfall mehr oder weniger gerecht – untereinander verteilt werden. Jeden Monat legt jedes Teammitglied einen bestimmten Betrag in die Kaffeekasse, und die Summe wird dann zum Einkauf der Zutaten für das Getränk verwendet.

Auch in Betrieben, in welchen die Kosten für den Kaffee vom Inhaber oder Chef übernommen werden, gibt es dennoch häufig eine Kaffeekasse. Diese wird von der Laufkundschaft befüllt und kann für verschiedene besondere Anlässe verwendet werden, beispielsweise für den Geburtstag eines Teammitglieds.

Kaffeekasse

Was kann man tun, damit es wegen der Kaffeekasse nicht zu Streitigkeiten kommt?

Die eine Mitarbeiterin arbeitet in Vollzeit und fühlt sich deshalb von der Werkstudentin, die dieselben Vorteile genießt und vielleicht sogar ein regelrechter Kaffee-Junkie ist, betrogen? Oder es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen denjenigen Mitarbeitern, die regelmäßig in die Kaffeekasse einzahlen und denjenigen Angestellten, die an einem solchen Ritual nicht interessiert sind? Häufig wird die Einzahlung in die Kaffeekasse als Höflichkeit betrachtet und als zuvorkommende Tat erwartet. Diejenigen Teammitglieder, die regelmäßig einzahlen, beweisen, dass sie Teamgeist oder Anstand besitzen. Gerade dann, wenn mehrere Generationen in einem Betrieb arbeiten, kann das Verständnis davon, wer wann und wie viel in die Kaffeekasse einzahlen sollte, stark abweichen.

Vereinbaren Sie deshalb unbedingt klare Regelungen. Regeln schaffen Sicherheit, und gerade in Bezug auf inoffizielle Brauchtümer wie der Kaffeekasse kann es – vor allem bei neuen Teammitgliedern – zu Verhaltensunsicherheiten kommen. Wer nicht dazu bereit ist, in die Kaffeekasse einzuzahlen, darf den im Büro verfügbaren Kaffee einfach nicht konsumieren. Wenn Ihre Kaffeekasse ausschließlich aus den gelegentlichen finanziellen Gefälligkeiten Ihrer Kundschaft besteht, sollten Sie ebenfalls klare Regeln treffen: Wer Vollzeit arbeitet, sollte anteilsmäßig auch besser von der Kaffeekasse profitieren. Aber seien wir einmal ehrlich: Wenn es wegen der Kaffeekasse zu Streitereien kommt, sollten Sie zu allererst an Ihrem Betriebsklima arbeiten. Wenn sich jedoch jemand einfach so aus der Kaffeekasse bedient, dann sollte dies auf jeden Fall nicht ohne ernsthafte Konsequenzen bleiben.

 

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